Expeditionen

Ama Dablam 2015: So ganz ohne schlaflose Nächte
Ich liege im schneidigen Camp II der Ama Dablam auf 6000 Meter. Über mir flattert eine dünnhäutige Zeltplane im Wind, direkt umhüllt mich mein Carinthia ECC 1200 Schlafsack. Neben mir liegt mein Freund Andi im ECC 1000 ...
Ich liege im schneidigen Camp II der Ama Dablam auf 6000 Meter. Über mir flattert eine dünnhäutige Zeltplane im Wind, direkt umhüllt mich mein Carinthia ECC 1200 Schlafsack. Neben mir liegt mein Freund Andi im ECC 1000.  Ein Umdrehen oder zusammen gezipptes Kuscheln im Schlafsack geht auf diesem Fleckchen Erde nicht – links pfeift’s runter ins ewige nepalesische Eis und rechts kleben wir am Felsen. Bei jeder Bewegung rieselt leise das gefrorene Kondenswasser von der Zelt-Innenseite auf uns herab. Wir schnüren das Kopfteil enger. Ich hatte etwas Angst vor diesem Moment: Würde ich „Mädchen“ bei diesen eisigen Verhältnissen klein beigeben? Mit Erfrierungserscheinungen und schlaflosen Nächten? Ich bibbere ja selbst bei mancher sommerlichen Klettertour, wenn der Wind auffrischt und sich die Sonne verabschiedet. Um Himmels Willen, was mache ich hier eigentlich?

Was für eine Erleichterung, die sich schon in den vergangenen Tagen breit gemacht hat. Das Daunen-Teil hält, was es verspricht. Selbst hier auf diesem ausgesetzten Adlerhorst spenden uns die ECC-Schlafsäcke eine wohlige Wärme bei den Minus 15 Grad „Raumtemperatur“.

Ich muss wieder raus in die bitterkalte Nacht, um ein kleines Bedürfnis zu stillen. Blicke in unzählige Sterne und auf diesen hell leuchtenden Grat, mit Fels und Eis durchsetzt, den wir bald in Angriff nehmen wollen. Er führt auf den Gipfel des vielleicht schönsten Berges der Welt: der Ama Dablam (6812 Meter). Dieser kühne Zacken verlangt Bergsteigern – und ihrem Material – alles ab. Doch noch einmal zurück in den Schlafsack, um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen… Dort ist alles wie im Traum. So ganz ohne Kälteschock.

Es ist vier Uhr früh am 24. Oktober 2015 und höchste Zeit. Ich schlüpfe mit meiner langen Unterhose in meine Carinthia HIG 2.0 Trousers. Sie ist daunen-gefüttert und das Obermaterial überraschend robust. Dazu lege ich mir das Carinthia Downy Alpine Jacket an, so warm eingehüllt bleibt das morgendliche Wasser-Kochen erträglich. Die ersten Schritte geht’s noch in der wohlig warmen und für mich etwas groß geratenen Daunenjacke dahin. Das passt aber ganz gut, so hat noch meine Trinkflasche Platz – wie alles andere, das nicht gefrieren darf und direkt an meinen Körper muss.

Über steiles Kletter- und Mixed-Gelände folgen wir dem Grat und mehr oder weniger vertrauenswürdigen Fixseilen nach oben. Die HIG 2.0 Trousers verzeiht auch den einen oder anderen unsanften Felskontakt. Kalt wird mir nie – und überhitzt fühle ich mich auch nicht. Die letzten atemberaubenden Höhenmeter im steilen Firn begleitet mich wieder das Downy Alpine Jacket. Bis Andi und ich kurz vor 16 Uhr mutterseelenalleine den Gipfel und die umliegenden Achttausender genießen können – am ersten Tag im Jahr 2015, an dem dieser wunderschöne Berg wieder erfolgreich bestiegen werden konnte… So ganz ohne zitternde Zehen und eiskalte Händchen.

Bericht: Marlies Czerny
 

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